News Damen
Der Goldenen Ananas wieder ein Stück näher
Nachdem die HCG-Damen die Hinrunde der Niedersachsen Kleinfeldliga vor zwei Wochen ohne Punktverlust beendet hatten, reisten wir am Sonntag zum MTV Braunschweig. Dort warteten die Gegner aus Wolfsburg und Celle auf uns, gegen die, wie bereits in der Hinrunde, zwei Siege eingefahren werden sollten.
Trotz einiger Ausfälle hatten wir ein erfreulich großes Aufgebot von elf motivierten Spielerinnen zu bieten, von denen Nadine Seiler die etatmäßige Torfrau Manuela Wöhning vertrat. Erstmals nach der glorreichen Amtszeit von Luise Runge als Capitöse trat das TEAM unter der Regie der neuen Cäpitussen Alena Gudert und Julia Reitis-Münstermann, die das Spielgeschehen vom Rand aus dirigierte, an.
Im ersten Spiel gegen die Damen des VfL Wolfsburg taten sich die HCG-lerinnen von Beginn an schwer. Bis auf eine kurze Ecke, die jedoch nicht genutzt wurde, konnten sie sich keine zwingenden Chancen erspielen und mussten sogar den Rückstand hinnehmen, ehe Alena Gudert in der 13. Minute den Ausgleich erzielte. Der Bann schien gebrochen, denn zwei Minuten später legte Nele Ungeheuer mit dem 2:1 nach. Doch dies sollte auch der Halbzeitstand bleiben. Nach einer kleinen taktischen Änderung in der Halbzeit, mit der Devise, den Gegner noch mehr unter Druck zu setzen, legten die Göttingerinnen nach dem Wiederanpfiff konzentrierter und aggressiver los. So war das Tor von Carolin Callauch (22. Minute), bei dem sie den Ball im Fallen über die gegnerische Torfrau noch an dieser vorbei ins Tor zauberte, der Beginn des Torreigens Anfang der zweiten Halbzeit. Fast im Minutentakt legten die HCG-lerinnen durch Tore von Meike Tietgen (ihr erstes in ihrem Debüt im HCG-Dress) und Carolin Callauch mit ihrem viel umjubelten zweiten Treffer zum 5:1 nach. Die Damen zeigten dabei schöne Kombinationen und vor allem Laila Drummond Nauck störte die Gegnerinnen schon sehr früh, sodass kurz nach dem gegnerischen Abschlag der Ball immer wieder abgefangen werden konnte. Sie war es auch, die in der 28. Minute zum 6:1 traf. Die weiteren Treffer zum 8:1-Endstand erzielten Nele Ungeheuer nach einer kurzen Ecke und Juliane Kleinfeld. Die Göttinger Damen dominierten das Spielgeschehen in der zweiten Halbzeit klar und ließen hinten nichts anbrennen. Der Sieg hätte jedoch auch noch etwas höher ausfallen können, wären einige Chancen und vor allem weitere kurze Ecken besser genutzt worden.
Das zweite Spiel ging erneut gegen die Damen des MTV Eintracht Celle, die vor zwei Wochen bereits mit 5:3 bezwungen worden waren. Doch das Spiel verlief zunächst gar nicht nach den Vorstellungen der HCG-lerinnen. So gerieten sie bereits in der dritten Minute mit 0:1 in Rückstand. Im Spiel nach vorne konnten sie kaum bis in den Schusskreis der Celler Spielerinnen, die mit einer zusätzlichen Feldspielerin anstatt der Torfrau spielten und deshalb dicht gestaffelt in der eigenen Hälfte standen, vordringen. Gegen diese defensive Spielweise fand das TEAM in der ersten Halbzeit keine Mittel bzw. zeigte vor dem leeren Tor Nerven. Die Halbzeitbesprechung zeigte erneut Wirkung: Es war kaum eine Minute nach Anpfiff gespielt, da versenkte Meike Tietgen den abgewehrten Torschuss von Alena Gudert per Nachschuss im Tor. Während das Spiel nach vorne nun – durch mehr Ruhe – besser funktionierte, klärte Juliane Kleinfeld hinten als „Libero“ die durchgedrungenen Celler Vorstöße und leitete im Gegenzug immer wieder den Göttinger Angriff ein. So erzielten Nele Ungeheuer (33. Minute) und Carolin Callauch (38. Minute) mit ihren jeweils dritten Treffern des Tages die Tore zum hart erkämpften 3:1- Endstand.
Abschließend bleibt neben den zwei Siegen zu erwähnen, dass Nadine Seiler bei ihrem ersten Auftritt im Göttinger Tor mit nur zwei Gegentreffern eine tolle Leistung zeigte.
Es spielten: Nadine Seiler (TW) – Helene Dahlke, Juliane Kleinfeld, Elaine Horstmann, Julia Wolffson – Alena Gudert, Carolin Callauch, Lisa Frerichs, Laila Drummond Nauck, Nele Ungeheuer, Meike Tietgen.
Bericht: Julia Reitis-Münstermann
HCG-Damen bleiben Maß aller Dinge
Die Titelverteidiger der Hockey Kleinfeldliga aus dem vergangenen Jahr bleiben auch in dieser Feldsaison das Maß aller Dinge. Die HCG-Damen besiegten am 2. Spieltag den Braunschweiger THC III (3:1) sowie Eintracht Celle (5:3) und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze aus.
Im Spiel gegen den gastgebenden BTHC mussten die Göttingerinnen früh einen personellen Rückschlag hinnehmen. Julia Reitis-Münstermann, seit Jahren eine der Leistungsträgerinnen des HCG, prallte unglücklich mit der Braunschweiger Torhüterin zusammen und zog sich eine Platzwunde am Auge zu. Diese Schwächung wirkte sich zum Glück nicht entscheidend auf den Spielverlauf aus. Helene Dahlke, Alena Gudert sowie Charlotte Hoffmann mit ihrem erste Feldtor für Göttingen markierten die Treffer zum verdienten 3:1-Sieg.
Gegen starke Celler machte sich dann das Fehlen der etatmäßigen HCG-Torfrau Manuela Wöhning bemerkbar, die für den Rest der Saison mit Knieproblemen ausfällt. Ihr Ersatz, Feldspielerin Julia Wolfsson, musste dreimal hinter sich greifen. Doch eine gute Chancenauswertung im Angriff und bei Standardsituationen machte letztlich den 5:3-Sieg im zweiten Auftritt des Spieltages perfekt.
Fans: Julia Wolfssons Eltern (vor allem Dank an den Papa, der den Krankentransport von Julia R-M übernahm)
Bericht: Michael Seiler
Keine Blumen, kein Engel, aber 3 Punkte zum Saisonabschluss
Für unsere Damen ging es am Samstag zum Saisonfinale zum zweiten Mal binnen einer Woche nach Bremen, diesmal zur Zweitvertretung des Clubs zur Vahr. Während unsere Mädels im sportlichen Niemandsland weder Aussichten auf Platz 2 hatten, noch den Absturz auf Platz 4 befürchten mussten, ging es auch für CzV II um eher wenig: Zwar konnte man noch auf den letzten Tabellenplatz abrutschen, allerdings muss die Mannschaft sowieso absteigen, da auch CzV I eine Liga höher scheinbar nicht besonders glänzen konnte und den HCG im nächsten Jahr in der Oberliga wiedertreffen wird.
Dementsprechend locker ging der Gegner das Spiel auch an. Während die mitgereisten Schlachtenbummler das mindestens semi-professionelle Aufwärmprogramm der Göttingerinnen beobachten durften, schickte CzV ein paar Minis auf den Platz, um wenigstens ein klein wenig Präsenz zu erzeugen.
Manchmal sind solch bösartige Einlulltaktiken ja erfolgreich, aber gegen seinen Lieblingsgegner konnte Uwe direkt in der ersten Minute nach einem schönen Trick das 1:0 für den HCG markieren und damit frühzeitig die Zeichen auf Sieg stellen. Über das 1:1 in der vierten Minute muss man nicht weiter sprechen, denn quasi im direkten Gegenzug machte Maike das laut Uwe "schönste Tor des Tages" zum 2:1 (6. Minute). Nur böse Zungen unterstellen hier Uwe Schönrederei der eigenen Vorarbeit.
Um den Gegner weiter zu verwirren, folgte direkt darauf ein taktisches Highlight, als Coach Weyl auf Zuruf eine Auszeit nahm. Den psychologischen Vorteil daraus nutzte Jule dann zum 3:1 (12. Minute), nachdem zuvor die erste HCG-Ecke im Nachschuss am Pfosten des gegnerischen Tores landete. Als auch die Auszeit des CzV (18. Minute) durch das 4:1 durch Jule auf Vorarbeit von Maike gekontert wurde (23. Minute), blieb dem Bremer Trainer nichts anderes übrig, als seinen Frust wegen einer nicht gegebenen Ecke kurz vor der Pause rauszulassen.
Der HCG kam hochmotiviert und ungeachtet der krassen Wettbewerbsverzerrung der Bremer (es gibt nur eine Kabine für das Heimteam) von der Bank und zog bis zur 36. Minute schnell auf 7:1 davon (Tore von Jule (31. Minute, Vorlage Uwe), Julia (35., Uwe) und Uwe (36., Luise)). Dabei konnte sich auch Capitöse Lulu Runge in ihrem voraussichtlich letzten Spiel für das TEAM mit der Vorlage zum 7:1 in die Scorerliste eintragen.
Als dann auch noch Caro in ihrer ungewohnten Sauna-Ausrüstung in der 41. Minute eine CzV-Ecke glänzend aus dem Winkel fischte, war das Spiel endgültig gelaufen. Dementsprechend locker spielten die Mädels dann weiter und kamen so über sehenswerte Kombinationen noch zu drei weiteren Toren durch Uwe (45., Jule), 50/50-Micky (52.) und Ann-Kathrin (54., Helena), sodass am Ende ein ungewohnt souveräner 10:1-Sieg - und damit erstmalig eine zweistellige Torausbeute - zu Buche stand. Dass die Chancen- (Uwe!) und Eckenverwertung (0/3) unter aller Sau ausfiel, war dementsprechend nebensächlich.
Besonders bemerkenswert waren trotz hoher mannschaftlicher Geschlossenheit (jede Spielerin konnte mindestens einen Scorerpunkt verbuchen) die fehlerfreie Leistung von Caro im ersten Einsatz im Tor, sowie Uwes Effektivität mit 3 Toren und 3 Vorlagen.
Die HCG-Damen beenden die erste Oberliga-Saison nach dem Aufstieg also auf einem hervorragenden 3. Platz. Aber das ist ja dann mehr ein Thema für die nächste HockeyScope-Ausgabe!
Es spielten: Carolin Callauch (TW) - Ann-Kathrin Witte, Helene Dahlke, Luise Runge - Julia Reitis-Münstermann, Alena (Uwe) Gudert - Maike Lüschen, Juliane Kleinfeld und Elaine Horstmann
Bericht: David Koll



