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Keine Blumen, kein Engel, aber 3 Punkte zum Saisonabschluss

Für unsere Damen ging es am Samstag zum Saisonfinale zum zweiten Mal binnen einer Woche nach Bremen, diesmal zur Zweitvertretung des Clubs zur Vahr. Während unsere Mädels im sportlichen Niemandsland weder Aussichten auf Platz 2 hatten, noch den Absturz auf Platz 4 befürchten mussten, ging es auch für CzV II um eher wenig: Zwar konnte man noch auf den letzten Tabellenplatz abrutschen, allerdings muss die Mannschaft sowieso absteigen, da auch CzV I eine Liga höher scheinbar nicht besonders glänzen konnte und den HCG im nächsten Jahr in der Oberliga wiedertreffen wird.

Dementsprechend locker ging der Gegner das Spiel auch an. Während die mitgereisten Schlachtenbummler das mindestens semi-professionelle Aufwärmprogramm der Göttingerinnen beobachten durften, schickte CzV ein paar Minis auf den Platz, um wenigstens ein klein wenig Präsenz zu erzeugen.

Manchmal sind solch bösartige Einlulltaktiken ja erfolgreich, aber gegen seinen Lieblingsgegner konnte Uwe direkt in der ersten Minute nach einem schönen Trick das 1:0 für den HCG markieren und damit frühzeitig die Zeichen auf Sieg stellen. Über das 1:1 in der vierten Minute muss man nicht weiter sprechen, denn quasi im direkten Gegenzug machte Maike das laut Uwe "schönste Tor des Tages" zum 2:1 (6. Minute). Nur böse Zungen unterstellen hier Uwe Schönrederei der eigenen Vorarbeit.

Um den Gegner weiter zu verwirren, folgte direkt darauf ein taktisches Highlight, als Coach Weyl auf Zuruf eine Auszeit nahm. Den psychologischen Vorteil daraus nutzte Jule dann zum 3:1 (12. Minute), nachdem zuvor die erste HCG-Ecke im Nachschuss am Pfosten des gegnerischen Tores landete. Als auch die Auszeit des CzV (18. Minute) durch das 4:1 durch Jule auf Vorarbeit von Maike gekontert wurde (23. Minute), blieb dem Bremer Trainer nichts anderes übrig, als seinen Frust wegen einer nicht gegebenen Ecke kurz vor der Pause rauszulassen.

Der HCG kam hochmotiviert und ungeachtet der krassen Wettbewerbsverzerrung der Bremer (es gibt nur eine Kabine für das Heimteam) von der Bank und zog bis zur 36. Minute schnell auf 7:1 davon (Tore von Jule (31. Minute, Vorlage Uwe), Julia (35., Uwe) und Uwe (36., Luise)). Dabei konnte sich auch Capitöse Lulu Runge in ihrem voraussichtlich letzten Spiel für das TEAM mit der Vorlage zum 7:1 in die Scorerliste eintragen.

Als dann auch noch Caro in ihrer ungewohnten Sauna-Ausrüstung in der 41. Minute eine CzV-Ecke glänzend aus dem Winkel fischte, war das Spiel endgültig gelaufen. Dementsprechend locker spielten die Mädels dann weiter und kamen so über sehenswerte Kombinationen noch zu drei weiteren Toren durch Uwe (45., Jule), 50/50-Micky (52.) und Ann-Kathrin (54., Helena), sodass am Ende ein ungewohnt souveräner 10:1-Sieg - und damit erstmalig eine zweistellige Torausbeute - zu Buche stand. Dass die Chancen- (Uwe!) und Eckenverwertung (0/3) unter aller Sau ausfiel, war dementsprechend nebensächlich.

Besonders bemerkenswert waren trotz hoher mannschaftlicher Geschlossenheit (jede Spielerin konnte mindestens einen Scorerpunkt verbuchen) die fehlerfreie Leistung von Caro im ersten Einsatz im Tor, sowie Uwes Effektivität mit 3 Toren und 3 Vorlagen.

Die HCG-Damen beenden die erste Oberliga-Saison nach dem Aufstieg also auf einem hervorragenden 3. Platz. Aber das ist ja dann mehr ein Thema für die nächste HockeyScope-Ausgabe!

Es spielten: Carolin Callauch (TW) - Ann-Kathrin Witte, Helene Dahlke, Luise Runge - Julia Reitis-Münstermann, Alena (Uwe) Gudert - Maike Lüschen, Juliane Kleinfeld und Elaine Horstmann

Bericht: David Koll

Papierblumen, ein gelber Engel, aber keine Punkte

Am Sonntag ging es auf nach Bremen. Eine lange Reise, die aber freudig erwartet wurde, da schon das Hinspiel, trotz einer 1:9-Niederlage, ein sportlich faires Ereignis war. Und am Ende konnten wir auch schon etwas mehr als nur Hockey spielen ...

Die Hinfahrt verlief entspannt und schnell, so dass die neue Halle des BHC früh genug bestaunt werden konnte. Obwohl wir leider nur zu neunt und ohne Coach unterwegs waren, war unsere Einstellung gut. So begann dann auch das Spiel um 15 Uhr. Mit Ruhe und einer sicheren Defensivaufstellung scheiterten die Gegnerinnen noch häufig an uns. Doch auch unser Spiel nach vorn gelang häufig gut, nur leider blieben wir ebenfalls ohne erfüllte Torchancen. Der BHC hatte aber eine sichere Verteidigung und zwei gute Torfrauen, die sich in den jeweiligen Halbzeiten in nichts nachstanden. Die Bremerinnen nutzten dann irgendwann doch ihre Chancen und in der ersten Halbzeit sollten sie damit auch allein bleiben. Selbst unsere Umstellung in den offensiven Fünferwürfel bescherte uns kein Tor. Der Halbzeitstand war damit 4:0.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann in der zweiten Halbzeit schon etwas besser, da wir nun sicher waren auch unsere Chancen nutzen zu wollen und zu können. Innerhalb weniger Minuten stand es dann auch schon 2:4 für uns. Das erste Tor schoss Juliane Kleinfeld, die dieses Tor, nach eigenen Angaben nicht sehr hübsch fand, der Rest des TEAMs war aber begeistert. Daraufhin bekamen wir noch eine Strafecke zugesprochen, die dann, in Gedenken an die Amerikareisende Jana Damm, durch einen knallharten Schuss (Julia Reitis-Münstermann) und die gute Schlägerstellung von Ann-Kathrin Witte wunderbar in der oberen linken Ecke verwandelt werden konnte. Es folgte aber leider eine spürbare, aber nicht unbekannte Unkonzentration im TEAM, die dann mit zwei weiteren Gegentoren bestraft wurde. Obwohl wir uns wieder fangen konnten und wieder häufiger den Ball durch schöne Kombinationen in den gegnerischen Schusskreis brachten, sollte sich unsere Torjagd als erfolglos in Erinnerung bleiben. Der BHC aber nutzte einzelne Schwächen in der gesamten Göttinger Mannschaft aus und konnte das Spiel am Ende mit 2:9 für sich entscheiden. Abschließend kann man aber dennoch sagen, dass wir ein gutes Spiel geleistet haben.

Nach einer ausgiebigen Dusche im pompösen Umkleidebreich der Clubanlage sollte die Fahrt nach Hause angetreten werden. Das taten wir auch – doch leider nur bis nach Allertal, im Norden Hannovers. An der Raststätte versuchten wir vergeblich unsere Scheibenwischanlage in Ganz zu bekommen, da diese, bei dem ständigen Salz- und Schneematsch auf der Frontscheibe, notwendig wurde. Doch es half alles nichts – wir riefen die Gelben Engel. Im Nachhinein war es aber wieder einmal eine TEAM-Building-Maßnahme der feinen Sorte, weil wir nun Blumen aus Kinderschokoladenpapier basteln können und wissen wie man eine kaputte Sicherung findet, erkennt, entfernt und erneuert.

Es spielten: Manuela Wöhning (TW), Ann-Kathrin Witte, Helene Dahlke, Luise Runge, Julia Reitis-Münstermann, Alena Gudert, Maike Lüschen, Juliane Kleinfeld und Laila Drummond Nauck

Bericht: Luise Runge

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