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DHC bleibt Hallen-Nemesis

Am vorletzten Spieltag der 1. Herren war eigentlich schon alles entschieden. Dennoch trat der neue Verbandsliga-Meister DHC Hannover 2 in Bestbesetzung gegen den HCG an und hätte trotzdem beinahe den ersten Punktverlust hinnehmen müssen, aber eben nur beinahe.

Im Kampf um Tabellenplatz zwei haben die HCG-Herren einen nicht unbedingt überraschenden Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen den designierten Oberliga-Aufsteiger DHC Hannover 2 setzte es mit 4:7 die zweite Saisonniederlage. Im anschließenden Duell mit dem DTV Hannover kehrten die Göttinger dann aber mit einem 10:3 wieder auf die Siegerstraße zurück.

Gegen den DHC musste man erneut konstatieren, dass der HCG spielerisch und kämpferisch nicht wirklich weit von der Spitze entfernt ist. Schon im Hinspiel (2:4) war man nahe dran, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Am vergangenen Sonntag wurde es gegen Ende wieder so eng für den DHC. Der HCG präsentierte sich im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen der Saison deutlich verbessert, sowohl im Spielaufbau, im Abschluss wie auch in der Abwehrarbeit. Und das, obwohl mit Gunnar und Jan zwei wichtige Angreifer fehlten und Rasmus nach kurzem Stresstest seiner Verletzung den Spieltag frühzeitig abbrechen musste.

Bis Mitte der zweiten Hälfte schienen die Hannoveraner dann aber alles unter Kontrolle gebracht zu haben. 5:2 lagen sie schon in Front, ehe der HCG eine letzte Aufholjagd startete. Als dann der Anschlusstreffer zum 4:5 fiel, keimte im Lager der Göttinger die Hoffnung auf einen Achtungserfolg auf – für gefühlte zehn Sekunden. Denn dann zappelte der Ball – nach einer mentalen Auszeit beim Mittelanstoß (und merkwürdigem Pfiff des Hildesheimer Schiedsrichters) – schon wieder im HCG-Netz. Dieser Rückstand konnte auch mit zusätzlichem Feldspieler, dessen Leibchenfarbe perfekt zu seinen Haaren passte, nicht mehr aufgeholt werden. Ein Unentschieden hätte der HCG am Ende allemal verdient gehabt, so aber fühlte man sich schon wieder wie der Viertplatzierte bei Olympia. Trotzdem – Gratulation an den DHC zum Titel!

Frustbewältigung stand dann gegen den (Möppi-losen) DTV auf dem Plan. Der Riese im DTV-Tor sorgte nur anfänglich für etwas Verwirrung im HCG-Sturm. Da die Göttinger Abwehr inklusive Keeper alles abräumte, was in die eigene Hälfte kam, konnte man sich vorn sogar das Auslassen von guten Chancen leisten und ging trotzdem mit einer beruhigenden 3:0-Führung in die Pause. Nach dem Wechsel dominierte der HCG weiterhin das Geschehen, wurde in der Vorwärtsbewegung dann aber nachlässiger und kassierte zwei vermeidbare Kontertore sowie eine Ecke. Dass es dennoch nicht zu einer engen Kiste wurde, war zum einen einem glänzend aufgelegten Torwart, zum anderen den zum Teil lehrbuchartigen Spielzügen in der gegnerischen Hälfte zu verdanken. Da wurde uneigennützig nochmal abgelegt und so die DTV-Abwehr endgültig aus den Angeln gehoben. Das Ergebnis von 10:3 war am Ende verdient, hätte bei den guten Chancen des DTV gerade in der ersten Hälfte aber durchaus auch anders lauten können.

Am letzten Spieltag des Verbandsliga-Wintersemesters kommt es dann in knapp zwei Wochen zum direkten Duell um Platz zwei in der Tabelle. In Braunschweig geht es dann gegen den heimischen MTV und zuvor gegen Goslar.

Es spielten: Michael (Tor) – Max, Jonas, Daniel, Olaf – Rasmus (für 2 Minuten), Mogge – Marcel, David, Julian, Lars.

Bericht: Michael Seiler

Siege sind doch am schönsten

Die mageren zwei Unentschieden vom letzten Wochenende hatten für große Ernüchterung im Herren-Lager gesorgt. Dass man aber wesentlich besser spielen kann und nicht zu Unrecht Tabellenzweiter ist, hat die erste Mannschaft des HCG an diesem Sonntag eindrucksvoll bewiesen.

Zugegebenermaßen war die erste Aufgabe an diesem 5. Spieltag eine äußerst dankbare. Gegen die in der 1. Verbandsliga überfordert wirkenden Hildesheimer kehrte endlich die Kombinationsfreude in das Göttinger Spiel zurück. Der Gegner kam nur durch einen glücklichen Eckenschuss zu seinem Ehrentreffer. Auf der Gegenseite hagelte es dagegen Netzeinschläge, so dass am Ende ein auch in dieser Höhe verdientes 16:1 zu Buche stand. Für das besondere Highlight sorgte Mogge, der es irgendwie schaffte, gleich zweimal die Kugel nicht am Tor vorbeizuziehen, sondern tatsächlich in die Maschen zu drücken. Man meinte, im Hintergrund Katja Ebsteins "Wunder gibt es immer wieder" zu hören, aber das war wohl doch nur Einbildung.

Erwähnung darf hier auch der Gunnar finden, der sich den Titel "Knipser des Tages" mit fünf Treffern gegen Hildesheim redlich verdiente.

Zwischen den Spielen kam es dann zu einem "Anschlag" des MTV Braunschweig auf den letzten nominellen HCG-Abwehrspieler Max, der aber wie gewohnt den Kopf hinhielt und die Schmerzen der einschlagenden Kugel wie ein Mann nahm.

In der zweiten Partie des Tages gegen den TSV Bemerode lieferte der HCG die wohl beste Hälfte der gesamten Saison ab. Und das, obwohl aufgrund des Fehlens dreier Verteidiger mächtig umgestellt werden musste. Gegen die druckvolle HCG-Manndeckung gab es für den TSV kein Durchkommen, dafür wurden die Göttinger Angriffe mit einer enorm hohen Präzision und Schnelligkeit vorgetragen, so dass die Gastgeber nicht wussten, wie ihnen geschah. Diese Top-Leistung brachte dem HCG eine beruhigende 6:0-Pausenführung ein. In der Halbzeitpause muss dem HCG dann aber irgendwie das Zielwasser abhandengekommen sein. Trotz weiterer hochkarätiger Chancen erzielte man nur noch zwei weitere Tore im zweiten Durchgang.

In einer sehr körperbetonten Partie kam es dann Mitte der zweiten Hälfte zur einer Tätlichkeit der Bemeroder Nr. 96 gegen Julian Damm. Einzelheiten soll es hier nicht geben, aber es reichte den Schiedsrichtern für eine rotgefärbte Karte. Ein weiterer TSV-Akteur hatte Glück, dass er weder für seine ruppige Spielweise noch für eine eigene Tätlichkeit bestraft wurde.

Ankreiden muss man den HCG-Herren allerdings, dass sie aus der etwa zehnminütigen Überzahl kein Kapital schlagen konnten, im Gegenteil, sogar hinten noch ein Gegentor kassierten. Doch beim 8:2-Endstand war das nur ein kleiner Schönheitsfehler einer ansonsten starken Leistung.

Es spielten: Michael (Tor) - Max, Julian, Lars - Rasmus, Mogge - Marcel, David, Gunnar.

Bericht: Michael Seiler

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